3/3 How to Lebenslauf - 3 Schritte, die du beim Bearbeiten einer Lebenslauf Vorlage beachten solltest und wie du dabei das Beste herausholst!
- Kim Melina Manke
- 4. Sept. 2025
- 6 Min. Lesezeit
Wenn du gerade dabei bist, eine Vorlage für deinen Lebenslauf zu bearbeiten und daran verzweifelst, dann ist dieser Artikel für dich.
Dein Gedanke: ich nehm einfach eine Vorlage und dann geht das mit dem Lebenslauf richtig schnell.
Die Realität: nichts passt, du schiebst Textblöcke hin und her und verbringst Stunden mit der Erstellung deines Lebenslaufes.
Das muss nicht sein.
Ich zeige dir hier drei Dinge, die du bei der Bearbeitung einer Lebenslauf Vorlage beachten solltest, um das beste Ergebnis rauszubekommen und zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden!

Die drei Schritte, die du bei Lebenslauf Vorlagen beachten solltest:
1. Wähle Aufbau und Struktur, statt Farbe und Designelemente.
2. Infos in die Lebenslauf Vorlage einfügen, aber bitte angepasst.
Schonmal vorweg:
Eine Vorlage ist genau das - eine VORLAGE. Sie ist nicht darauf ausgelegt auf dich und deine Erfahrungen zu passen. Und viel zu oft lassen wir uns durch die Farbe oder ein schönes Design leiten, bis dann zum Schluss nichts mehr passt und sich der Lebenslauf nicht nach dir anfühlt.
Weil wir alle anders sind und andere Lebenswege hinter uns haben, passt eine Vorlage selten zu 100% und muss angepasst werden.
Wenn du folgende Punkte beachtest, kannst du einen individuellen und passenden Lebenslauf erstellen, mit dem du zum Bewerbungsgespräch eingeladen wirst.

Du siehst das auch so?
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1. Aufbau und Struktur, statt Farbe und Designelemente
Eine Vorlage für Lebensläufe findest du online teilweise kostenfrei und teilweise für wenige Euro. Du kannst dir auch einen kostenfreien Account bei Canva oder Adobe Express erstellen. Dort lassen sich, mit etwas Übung, die Vorlagen super gut anpassen und die Auswahl ist riesig!
Egal welchen Weg du gehst, beachte bei deiner Auswahl folgendes:
Suche eine Vorlage, bei der dir der grundlegende Aufbau gefällt und zu den Informationen passt, die du später einfügen willst.
achte noch nicht auf die Farben. Diese lassen sich einfacher anpassen, als das Layout. Wichtiger ist, wie die Seite strukturiert ist und wie viel Platz für die Textbausteine bereits eingeplant ist. Natürlich lässt sich alles ändern, aber es ist wesentlich einfacher und schneller, wenn der Aufbau mit deinen Erfahrungen übereinstimmt.
Beispiel:
Du kommst gerade aus der Schule oder dem Studium? Dann reicht eine Seite und insgesamt weniger Platz für die Berufserfahrungen. Dort werden wahrscheinlich eine Handvoll Nebenjobs oder Praktika stehen. Du kannst also schon von vorneherein einen “luftigeren” Aufbau wählen.
Du hast bereits Berufserfahrung? Schaue direkt, ob du zweiseitige Vorlagen findest, denn du wirst den Platz brauchen. Achte auch darauf, dass der Aufbau bereits darauf ausgelegt ist Berufserfahrungen zu beschreiben bzw. dass dort schon etwas mehr Text als Platzhalter vorhanden ist. Vielleicht ist auch bereits ein kleiner Baustein am Anfang des Lebenslaufes eingefügt, in dem man etwas über sich schreiben kann. Wenn du nur Vorlagen mit einer Seite findest, bearbeite diese grob und dupliziere sie dann. So hast du das selbe Layout auf beiden Seiten. Ansonsten kann es passieren, dass sich aus Versehen verschiedene Schriftgrößen oder Ausrichtungen des Textes auf den beiden Seiten einschleichen.
Eine Daumenregel für dich: Mache dir bewusst, in welcher Branche du dich bewerben möchtest. Je konservativer die Branche, desto schlichter sollte auch der Lebenslauf aussehen. Je moderner, umso kreativer kannst du werden.
Extra-Tipp: du kannst und solltest immer deine eigene Note im Lebenslauf sichtbar machen! Das gilt auch für Bewerbungen im eher konservativen Bereich. Auch dort möchten dich die Menschen kennenlernen und das geht auch über kleine, individuelle Details im Lebenslauf. Du kannst zum Beispiel Grafiken im Hintergrund einfügen und durch den Transparenzregler die Auffälligkeit reduzieren.
2. Infos in die Lebenslauf Vorlage einfügen, aber bitte angepasst.
Wenn du schonmal einen Lebenslauf geschrieben hast, kannst du den Inhalt daraus als nutzen. So fängst du nicht komplett bei Null an. Worauf du dabei inhaltlich achten solltest, findest du in diesem Artikel.
Nutze zum Einfügen die Platzhalter aus der Vorlage. Aber Achtung! Da die Vorlage nicht genau für deine Erfahrungen gemacht ist, solltest du an dieser Stelle unbedingt die Informationen und das Layout anpassen und dich nicht von der Vorlage leiten lassen!
Das bedeutet:
nur weil in der Vorlage die Berufserfahrungen nicht mit Aufgaben beschrieben sind, solltest du dies trotzdem tun.
wenn in der Vorlage keine Kenntnisse beschrieben werden, suche einen Platz dafür, denn diese sollten unbedingt auftauchen.
wenn in der Vorlage z.B. nur Platz für zwei Berufsstationen ist und du fünf Erfahrungen hast, brauchst du mehr Platz. Manche Menschen verkleinern einfach die Schrift. Das kann schnell unübersichtlich werden und das Gesamtbild wirkt nicht mehr stimmig. Weiche lieber auf eine zweite Seite aus (oben kannst du nachlesen, wie das geht) und nimm dir die Zeit, um die Teile des Lebenslaufs so lange anzupassen, bis all` deine Stationen gut lesbar eingefügt sind.
Hier sind noch weitere Punkte, die beim klassischen Copy-Paste aus einem alten Lebenslauf schief gehen können.
Achte beim Einfügen darauf, dass…
du höchstens zwei Schriftarten im finalen Lebenslauf verwendest.
alle Absätze untereinander sind. Manchmal verschieben sich die Zeilen.
Bindestriche die gleiche Formatierung haben. Es gibt kurze - und lange Bindestriche (sogenannte Geviertstriche oder Halbgeviertstriche). Egal was du davon verwendest, nutze durchgehend nur eine Art.
Überschriften, die zur selben Kategorie gehören, immer gleich formatiert sind (z.B. alle Jobbezeichnung fett in Schriftgröße 12, alle Jahreszahlen eingerückt und kursiv etc.). Das sorgt für einen klaren und aufgeräumten Eindruck und verbessert die Lesbarkeit.
Nimm dir diese Zeit, denn dein Lebenslauf wirkt dadurch nicht nur professioneller, sondern macht es Personaler*innen auch leichter, deinen Weg zu verstehen, dich spannend zu finden und dich dann einzuladen.
3. Hürden meistern: Der Platz in der Lebenslauf Vorlage reicht nicht? Oder ist die zweite Seite nur halb voll?
Beides kommt häufiger vor, als du denkst. Zum Glück gibt es ein paar einfache Wege, damit dein Lebenslauf trotzdem stimmig wirkt.
Aber erstmal vorweg: Mach dir keinen Kopf, ob es nun ein oder zwei Seiten sind. Das Ziel ist, dass dein Lebenslauf übersichtlich und gut lesbar ist. Es geht nicht darum, die Seiten perfekt zu füllen, sondern darum, ein stimmiges Gesamtbild zu zeigen und den Personaler*innen zu ermöglichen, schnell und einfach die wichtigen Informationen über die zu finden. Wenn du dabei Unterstützung gebrauchen kannst, melde dich gerne bei mir.
Und jetzt zu den Tipps!
Wenn dir zu viel Platz bleibt, kannst du das Layout leicht anpassen:
Wenn du zwei Seiten hast, kannst du auf der zweiten Seite ein Element minimal abändern (z.B. einen farbigen Rand etwas breiter machen). So wirkt die zweite Seite nicht leer, sondern bewusst gestaltet.
Du kannst auch insgesamt eine gröbere Aufteilung nutzen, einen Block oder Strich hinzufügen. Das sorgt für Balance und Struktur und, je nach Element, auch für Persönlichkeit.
Wenn dir dagegen der Platz zu eng wird, helfen diese Tricks:
Nur die wichtigsten Aufgaben aufführen (3–5 pro Job reichen völlig).
Aufgaben von sehr weit zurückliegenden Stationen (mehr als 15 Jahre) kannst du stark kürzen. Wichtig! Außer sie sind für deine aktuelle Bewerbung relevant (z. B. wenn du dich zurück ins Projektmanagement orientieren möchtest)!
Abkürzen, wo es sinnvoll ist (z. B. statt „Verantwortlich für die eigenständige Planung und Durchführung von…“ lieber „Eigenständige Planung und Durchführung von…“).
Lieber eine zweite Seite nutzen als Schriftgröße oder Abstände zu klein zu machen.
Du kannst auch inhaltlich spielen, je nachdem ob du mehr oder weniger Platz brauchst:
Interessen: einfügen, wenn sie relevant sind und du spezifische Hobbies hast (statt “lesen” und “Familie” lieber “Lesen von Mittelalterromanen” und “Familienausflüge in die Natur”) oder du lässt sie weg, wenn der Platz knapp ist.
Ähnliche Stationen: Mehrere Jobs, die nicht bewerbungsrelevant sind, kannst du zusammenfassen (z.B. „2000–2008: verschiedene Tätigkeiten in der Gastronomie (Servicekraft).“).
Kenntnisse oder Weiterbildungen bündeln: Statt jede Weiterbildung einzeln mit Datum und Ort aufzuführen, kannst du ähnliche Themen zusammenfassen (z.B. „Fortbildungen im Bereich Kommunikation & Führung - u. a. Moderation, Konfliktmanagement, Teamführung“).
Und nicht vergessen: Pack deine Kontaktdaten auch auf die zweite Seite. Am einfachsten geht das über Kopf- oder Fußzeile. Falls du auf Seite 1 zu viel Platz hast, kannst du sie dort etwas größer oder präsenter setzen.
Insgesamt geht es nicht darum, die Seiten perfekt zu füllen, sondern darum, dass dein Lebenslauf strukturiert, lesbar und stimmig wirkt.
Dein Lebenslauf ist kein starres Formular, sondern deine Bühne. Nutze sie, um klar zu zeigen, wer du bist und warum du zur Stelle passt. Achte darauf, dass er gut lesbar ist, deinen aktuellen Fokus widerspiegelt und – zusammen mit deinem Anschreiben – ein stimmiges Gesamtbild ergibt.
Also: Nimm dir jetzt 20 Minuten, schnapp dir deinen Lebenslauf und prüfe, ob er wirklich das Bild von dir zeichnet, das du vermitteln möchtest. Wenn nicht, ist das deine Einladung, die Tipps aus diesem Artikel direkt umzusetzen.
Und falls du dir Unterstützung wünschst: Melde dich gern bei mir! Gemeinsam machen wir deinen Lebenslauf zu einem Dokument, das die Türen zum Bewerbungsgespräch öffnet.
Du weißt nicht, welcher Aufbau der richtige ist und welche Informationen auf jeden Fall in deinen Lebenslauf gehören? Hier findest du einen Blogartikel dazu.


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