1/3 How to Lebenslauf - 3 Tipps für deinen Lebenslauf
- Kim Melina Manke
- 12. Juli 2025
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Juli 2025
So bringst du deinen Lebenslauf auf den aktuellen Stand, bevor du ihn abschickst!
Wenn du dir unsicher bist, ob dein Lebenslauf auf dem aktuellen Stand ist und du noch schnell ein paar Tipps umsetzen möchtest, ist dieser Artikel genau richtig für dich.
Was muss ich beim Lebenslauf erstellen beachten? Wie kann ich in 5 Minuten etwas verbessern, bevor ich ihn abschicke?
Deine letzte Bewerbung ist schon einige Jahre her. Du weißt nicht genau, ob dein Lebenslauf noch dem aktuellen Stand entspricht.
Und jetzt bist du in der Situation, dass du dich dringend bewerben möchtest und dafür soll alles perfekt sitzen - auch dein Lebenslauf!

Das erwartet dich hier:
1. Der Perfekte Aufbau - so sollte dein Lebenslauf aussehen!
2. Wie viele Seiten sollte ein Lebenslauf haben?
2.a Klassisch moderner Lebenslauf für gängige Berufsfelder in Unternehmen und öffentliche Bereiche
3. Diese Infos sollten auf jeden Fall in deinem Lebenslauf stehen!
4. Zwei schnelle Extratipps zum Schluss
Lebenslauf Tipp 1: Der Perfekte Aufbau - so sollte dein Lebenslauf aussehen!
Der Lebenslauf Aufbau ist einer der wichtigsten Punkte bei der Erstellung. Achte dabei auf einen tabellarischen und antichronologischen Aufbau. Außerdem ist eine übersichtliche Struktur zu empfehlen, damit Personaler*innen die für sie wichtigen Informationen sofort finden können.
Wie soll der Lebenslauf aufgebaut sein? Tabellarisch und Antichronologisch!

Du siehst das auch so?
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In der Regel sollte ein Lebenslauf tabellarisch und antichronologisch aufgebaut sein. Was das bedeutet erfährst du hier:
Tabellarisch bedeutet, dass der Lebenslauf kein Fließtext ist.
Deine beruflichen Stationen sollen also nicht wie in einem Aufsatz beschrieben werden, sondern als Tabelle angelegt sein. Der Grund dafür ist, dass auf diese Weise mit nur einem Blick deutlich wird, was du wann gemacht hast. Das ist auch absolut verständlich, denn die Personaler*innen, die deinen Lebenslauf vor sich liegen haben, entscheiden in der Regel in nur 43 Sekunden, ob sie sich weiter mit deinen Unterlagen beschäftigen(1).
Antichronologisch bedeutet, dass die Reihenfolge deiner Stationen von aktuell zu länger vergangen erfolgt.
Als ich selbst in der Schule gelernt habe, Bewerbungen zu schreiben, startete man mit der Grundschule. Heute ist es genau andersherum. Das hat den Hintergrund, dass es heutzutage üblicher ist sich zu bewerben. Früher blieb man meist Jahrzehnte in einem Job. Deshalb ist es mittlerweile wichtig zu verstehen, wo der Bewerbende aktuell steht. Bei mehreren Jahren Berufserfahrung empfehle ich zudem, die Schulbildung zusammenzufassen und lediglich den Schulabschluss inklusive Abschlussjahr und Schule aufzuschreiben. Seien wir ehrlich: wenn du bereits seit Jahren im Beruf bist und dich nun bewirbst, interessiert doch wirklich niemanden, dass du 1999 deine Grundschule in einem Dorf bei Köln abgeschlossen hast.
Achte auf eine übersichtliche Struktur und leite das Auge des Lesenden.
Wenn wir uns daran erinnern, dass Personaler*innen in weniger als einer Minute eine erste Entscheidung über dich als Bewerbenden treffen, ist die Struktur einer der Schlüsselfaktoren! Durch eine übersichtliche Struktur stellst du sicher, dass die Informationen, nach denen gesucht wird, auch wirklich gefunden werden. Eine Struktur kannst du zum Beispiel durch Überschriften, Absätze, Kästen oder Striche erreichen. Auch eine fette im Vergleich zu einer regulären Schriftart ist eine gute Möglichkeit, um Struktur zu schaffen. Auf diese Weise lenkst du das Auge des Lesenden.
Lebenslauf Tipp 2:Wie viele Seiten sollte ein Lebenslauf haben?
Um ganz ehrlich zu sein: darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Mittlerweile ist der Bewerbungsmarkt so bunt und es existiert alles!
Von seitenlangen Ausführungen jeder Station im Leben bis hin zu kurzen Fragebögen, die bei WhatsApp beantwortet werden, Lebensläufe sind so vielfältig wie nie zuvor.
Dennoch ist es in der Regel so, dass ein zweiseitiger Lebenslauf bevorzugt wird. Es kommt jedoch trotzdem darauf an wie viel Berufserfahrung du hast (für Schüler*innen reicht eine Seite) und in welcher Branche du dich auf welche Art von Stelle bewirbst. Deshalb teile ich den nächsten Abschnitt in den klassisch modernen und den kreativen persönlichen Lebenslauf ein.
Klassisch moderner vs. kreativ persönlicher Lebenslauf - die Möglichkeiten sind unendlich und es kommt auf dein Ziel an!
Lebenslauf Tipp für einen klassisch modernen Lebenslauf
Für Bewerbungen in gängigen Berufsfeldern, in Unternehmen und im öffentlichen Bereich
Möchtest du einen klassisch modernen Lebenslauf erstellen, sollte dieser am besten zwei Seiten umfassen. So kannst du unter den Stellenbezeichnungen noch ein paar Aufgabenbereiche beschreiben und hast Platz für einige persönliche Informationen. Gleichzeitig ist der Lebenslauf nicht zu lang, denn das birgt die Gefahr, das der/die Personaler*in nach den wichtigen Informationen suchen muss - wer hat dazu schon die Zeit? Außerdem zeigt ein auf den Punkt gebrachter Lebenslauf, dass du Informationen filtern und priorisieren kannst. Diese Fähigkeit ist für viele Berufsfelder relevant!
Du hast schon mehrmals versucht deinen Lebenslauf zu kürzen, aber er ist immer noch zu lang? Ein Kunde sagte einmal “Wenn Kim sagt, sie bekommt es auf zwei Seiten hin, dann ist das auch so!”, denn ich habe mit ihm genau an dieser Herausforderung gearbeitet. Wenn du auch etwas Hilfe gebrauchen kannst, buch dir gerne ein kostenfreies Erstgespräch bei mir. Dann schauen wir gemeinsam, ob und wie ich dich unterstützen kann.
Etwas Persönlichkeit im klassisch modernen Lebenslauf gefällig?
Du möchtest einen kleinen, aber nicht zu aufdringlichen persönlichen Touch in deinem Lebenslauf? Füge ein bis drei Sätze über dich, deine Werte, Arbeitsweise oder deine berufliche Begeisterung ein! Das gibt dem ganzen einen persönlichen Ton und zeigt ein bisschen was von dir. Die Sätze kannst du zum Beispiel in dem Bereich unter deinem Foto platzieren.
Lebenslauf Tipp für einen kreativ persönlichen Lebenslauf
Für Bewerbungen bei Startups, in Kreativberufen und für Personen, die sich mehr zeigen möchten
Du bewirbst dich im Marketing, in einem Kreativberuf oder bei einem Startup? Dann gibt es wirklich keine Grenzen! Ob Personal-Pitch-Deck im Querformat mit 10 Seiten, selbstgebaute Landingpage mit deinem Lebensweg oder Vorstellungsvideo - alles ist möglich!
Achte dabei aber auf folgende drei Dinge:
Wichtige Infos sollen trotz Kreativität gut erkennbar sein und nicht untergehen! Filtere heraus, welche Informationen zeigen, dass du der/die Richtige für die Position bist und sorge dafür, dass diese schnell erkennbar sind. Verwende zum Beispiel eine Key-Facts Übersicht oder füge eine Art Inhaltsverzeichnis ein.
Achte darauf, dass dein Lebenslauf abrufbar ist! Zu komplizierte Seiten, die zum Beispiel wegen der Dateigröße oder durch Blocker auf Unternehmensseite nicht lesbar sind, verringern deine Chancen auf den Job. Teste am besten vorher, dass auch wirklich alles abrufbar ist und kontaktiere im Zweifel das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst. So kannst du sichergehen, dass deine Unterlagen gelesen werden können.
Lass jemand anderen, zum Beispiel aus deiner Branche oder aus dem Personalbereich, über deinen Lebenslauf drüber schauen. Besonders kreativ persönliche Lebensläufe benötigen Fingerspitzengefühl, damit dein Stil und deine Persönlichkeit zwar durchkommen, aber gleichzeitig die Bewerbung für die Stelle im Vordergrund steht.
Lebenslauf Tipp 3: Diese Infos sollten auf jeden Fall in deinem Lebenslauf stehen!

Das Wichtigste und wohl Schwierigste zum Schluss: der Inhalt. Was genau soll in deinem Lebenslauf stehen? Welche Informationen sollten auf keinen Fall fehlen und wann ist es zu viel? Genau an diesen Fragen sitze ich mit meinen Klient*innen am längsten, wenn wir über ihre Lebensläufe sprechen.
Das Herzstück - der Inhalt vom Lebenslauf ist ein Balanceakt zwischen zu viel und zu wenig.
Auch beim Inhalt kommt es, wie schon in den beiden Punkten zuvor, darauf an, dass die Personaler*innen die wichtigen Informationen schnell sehen und vor allem verstehen können. Wenn du deine berufliche Erfahrung aufschriebst, ist es wichtig, dass du deine Positionen durch Aufgabenbereiche beschreibst. Genau an dieser Stelle beginnt der Balanceakt und es stellt sich die Frage, was zu viel und was zu wenig ist.
Folgende drei Tipps helfen dir dabei, deine Erfahrungen zu beschreiben:
Aufgaben konkret benennen – besonders, wenn sie ungewöhnlich waren
Im Lebenslauf reicht es nicht, nur die Stellenbezeichnung zu nennen. Denn: Ein Jobtitel sagt noch lange nicht aus, was du wirklich gemacht hast. Gerade wenn du Aufgaben übernommen hast, die nicht typisch für deine Position waren, solltest du das sichtbar machen.
Beantworte dir dazu am besten folgende Fragen:
Welche Aufgaben waren für die Position nicht selbstverständlich?
Gab es Bereiche, in denen du über deinen eigentlichen Aufgabenbereich hinaus aktiv warst?
Welche zusätzlichen Fähigkeiten hast du dir in dieser Zeit angeeignet?
Beispiel: Du warst „Teamassistenz“, hast aber regelmäßig interne Abläufe optimiert und eigenständig kleine Projekte koordiniert? Dann schreib genau das – und nicht nur „Organisation von Meetings“.
Besondere Verantwortungen hervorheben
Im Lebenslauf geht es nicht darum, jede Kleinigkeit aufzuzählen, sondern das Wesentliche auf den Punkt zu bringen. Zeige dabei klar, wo du Verantwortung getragen hast, denn das zeigt einen eigenen Kompetenzbereich auf.
So kannst du vorgehen:
Wähle 3–5 aussagekräftige Aufgabenbereiche pro Stelle aus.
Setze einen Fokus auf Aufgaben, bei denen du selbstständig gehandelt oder Entscheidungen getroffen hast.
Markiere Leitungsaufgaben oder Projektverantwortung deutlich – diese machen oft den entscheidenden Unterschied.
Beispiel: Statt: „Organisation von Veranstaltungen“ Lieber: „Eigenständige Planung und Durchführung interner Team-Events für bis zu 80 Personen“
Aufgaben aufschreiben, die nicht im Arbeitszeugnis stehen
Viele meiner Klientinnen kommen zu mir und haben in ihrer letzten Position zusätzliche Aufgaben übernommen, die danach nicht in ihrem Arbeitszeugnis aufgetaucht sind. Das lief nach dem Motto “Kannst du vielleicht im Moment noch XY übernehmen?” und auf einmal wurden eigenständig Projekte geplant oder ganze Teams geleitet, ohne, dass dies in der ursprünglichen Stelle angedacht war. Folgende Empfehlung musst du natürlich mit deinem Bauchgefühl abgleichen, aber ich möchte, dass du weißt, dass du damit nicht alleine bist und es Möglichkeiten gibt, deine Kompetenzen sichtbar zu machen! Auch viele Personalerinnen wissen, dass Arbeitszeugnisse nicht immer die Wahrheit abbilden. Das zeigt sich auch darin, dass Arbeitszeugnisse nur zu ca. 10% an der Beurteilung beteiligt sind - wenn überhaupt! Ich habe in meiner Zeit als Personalerin Arbeitszeugnisse meist überhaupt nicht gelesen, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass diese mir kaum relevante Informationen über die Bewerbenden geben.
So kannst du vorgehen:
Überlege dir, welche Aufgaben du tatsächlich übernommen hast, auch wenn sie nicht offiziell dokumentiert wurden.
Schreibe diese in deinen Lebenslauf – transparent, aber selbstbewusst.
Nutze Formulierungen wie:
„inkl. zeitweiser Übernahme von XY“
„über die ursprüngliche Rolle hinaus: eigenständige Leitung von …“
„temporäre Verantwortung für … während …“
Tipp: Halte dich an die Tatsachen, auch wenn sie nicht im Zeugnis stehen. Es geht darum, dein Können sichtbar zu machen – nicht um Perfektion. Viele Recruiter*innen wissen, wie es hinter den Kulissen abläuft.
4. Zwei schnelle Extratipps zum Schluss:
1. Kontaktdaten sichtbar platzieren.
E-Mail und Telefonnummer sollten auf jeder Seite deines Lebenslaufs stehen. Platzierung in der Kopf- oder Fußzeile ist hier Key! So ersparst du Personaler*innen die Suche und machst es ihnen leichter, dich direkt einzuladen. Zu meiner Zeit als Personalerin war ich immer froh, wenn ich nicht lange danach suchen musste und egal auf welcher Seite ich mich befand, den Bewerbenden direkt einladen konnte.
2. Fühl dich wirklich wohl mit dem, was du verschickst.
Dein Lebenslauf ist nicht nur eine Aufzählung, er ist deine Eintrittskarte für das Bewerbungsgespräch. Deshalb: Frag dich ehrlich, ob du jede Formulierung und jede Entscheidung im möglichen Gespräch gut vertreten und auch erklären kannst.
Viele Menschen übernehmen Sätze, die nicht zu ihnen passen und spüren dann ein ungutes Gefühl beim Abschicken. Das muss und sollte so nicht sein.
Nur wenn du mit deinem Lebenslauf im Reinen bist, kannst du im Bewerbungsgespräch auch souverän und authentisch auftreten.
Kurz gesagt: Schick nur ab, womit du dich zu 100 % wohlfühlst. Dein gutes Gefühl zählt.

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